Gäste sind ein Segen - sie halten uns den Spiegel vor!

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Kurz vor der Abreise noch den Schnee bei Irmgard Hartmann gekostet.

oder: Ein Lob auf unsere Männer!

Kürzlich hatten wir Grund zum Feiern. 30 Jahre Partnerschaft Senegal. Und weil ein Fest ohne Gäste bekanntlich fad ist, lädt man sich eben solche ein: Mit Marie-Madeleine und Mathilde kamen schließlich zwei Frauen in Begleitung eines Mannes, nämlich Abbé Pierre, aus dem westafrikanischen Land zu uns. Viele Landvolkgemeinschaften nahmen sie freundlich auf und es wurden wirklich herzliche Begegnungen. Dann das Abschlussgespräch beim Sachausschuss Senegal: Natürlich haben wir gefragt, was ihnen bei ihrem Besuch in Deutschland besonders aufgefallen ist. Nun, liebe Männer, aufgepasst: Die beiden senegalesischen Frauen waren von uns Männern so angetan. Nicht weil die deutschen Männer so schön, so stark oder so intelligent sind (das soll mitunter auch vorkommen) sondern weil wir Männer nach ihrer Beobachtung so fürsorglich sind und unseren Frauen sehr viel helfen, z.B. bei den Kindern oder auch im Haushalt. Das kennen sie in ihrer Heimat nicht.

Liebe Frauen, nicht neidisch sein: In das Lob wurdet Ihr auch miteinbezogen, weil für unsere Gäste nämlich die Liebe zwischen Mann und Frau spürbar war.
So ein Kompliment hört man (oder Mann) doch gern, auch wenn es zugegebenermaßen nicht die Hauptsache bei dem Besuch der Delegation war. Und weil die drei gerade beim Loben waren, haben sie nicht nur die Minibrotaktion und die Messintentionen so toll gefunden, mit denen wir ihre Projekte unterstützen, sondern auch die vielfältige Arbeit der KLB bei uns. Als Mann bin ich der Meinung, dass wir uns solche Gäste ruhig öfters einladen sollten!
Obwohl wir Männer im Landvolk nicht klagen brauchen: Auch unsere Frauen, und damit meine ich nicht nur die Ehefrauen, betonen es immer wieder, wie gut es ist, dass bei der KLB, im Gegensatz zu manch anderen kirchlichen Gruppierungen, immer noch viele „gstandene“ Männer aktiv sind.
Paul Wilhelm war auch einer von diesen Männern: mitten im Leben, zupackend, weltoffen, gläubig. Gott-sei-Dank gab es ihn. Gott-sei-Dank gibt es andere, die heute in unserem Verband aktiv sind. Es dürfte ruhig noch mehr solcher „Christen in der Gegenwart“ geben, hat unser Landvolkpfarrer Rainer Remmele beim Nachruf auf unseren „Paul“ gesagt. Wo er recht hat, hat er recht!
Gell, mit so einem Lob lässt sich doch gleich viel leichter anpacken, oder!“
Ihr Roman Aigner
Landvolkreferent

Die Partnerschaft KLB - Senegal: Anpacken statt abwandern lautet die Devise in vielen Projekten

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 Die Landvolk-Projektarbeit in Senegal kämpft gegen die Landflucht

 

Nicht Auswandern, sondern Anpacken lautet die Devise in vielen Projekten der KLB Augsburg in Senegal. Im Kontext der Fluchtversuche und Auswanderung vieler junger Afrikaner ins „gelobte Land“ Europa sind die verschiedenen Projekt-Ansätze des Landvolks in Senegal von höchster Aktualität.

Land ist lebenswert

Neue Hoffnungen für eine Zukunft im ländlichen Raum wecken die Projekte, die die Katholische Landvolkbewegung mit Spenden aus der Aktion Minibrot in der Partnerdiözese Dakar in Senegal angestoßen hat. Ein kleiner Querschnitt soll hier vorgestellt werden.

 

1. Perspektiven im ländlichen Raum schaffen

Mit guter fachlicher Begleitung und kleinen Existenzgründungsdarlehen erhalten junge Menschen, die aufgrund fehlender Perspektiven im Dorf in die Großstadt abgewandert sind, eine Chance, sich ins dörfliche Leben zu integrieren. Erste Erfahrungen, unter Mitfinanzierung der Aktion Sternsinger, zeigen, dass die jungen Menschen mit kleinen ökonomischen und landwirtschaftlichen Aktivitäten bescheidene Einkommen erzielen können, so dass es sich lohnt, im Dorf zu bleiben.

 

2. Einkommen und Ressourcen sichern

 

  • Schutzmaßnahmen gegen Erosion und schwindende Bodenfruchtbarkeit
  • wassersparende Anbautechnologien
  • Kleinkredite für ldw. Betriebsmittel
  • und eine gezielte Landnutzungsplanung
sind in ein Gesamtkonzept mit Aufklärung, Bewusstseinsbildung und Schulungen eingebunden, das letztlich dem Ziel dient, langfristig Ackerbau und Tierhaltung in der Region - ohne Konflikte und Zerstörung der natürlichen Grundlagen - zu sichern. Alle Bevölkerungsschichten im Dorf werden miteingebunden, die gemeinsame Anlage von sogenannten Dorfwäldern soll das ökologische Bewusstsein in der Region fördern. Konflikten zwischen Ackerbauern und Tierhaltern wird damit vorgebeugt und die Einkommenssituation der Kleinbauern und bäuerinnen nachhaltig verbessert. Dieses Programm wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit mitfinanziert.

 

Dieses Programm hat die ökologische Situation und Wasserknappheit und Bodenversalzung der einst sehr fruchtbaren Region Fissel im Blick:

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3. Erwachsene befähigen

Fünf Alphabetisierungsklassen zu je 20 Erwachsenen drücken seit Januar 2006 die Schulbank, um in der Lokalsprache Serer Lesen, Schreiben und Rechnen zu erlernen. Eingerichtet wurden diese Klassen von der Ländlichen Be*wegung MARCS, die ähnlich wie das Landvolk in Deutschland die Katholiken auf dem Land stärken und befähigen will, damit diese ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen. Mit MARCS pflegt die KLB seit längerem Kontakte und unterstützt sie finanziell.
 
4. Die Kirche auf dem Land stärken
 
6% der Bevölkerung Senegals sind Christen und leben weitestgehend friedlich mit der muslimischen Mehrheit zusammen. Maßnahmen zum Bau und Unterhalt von Kirchen, Pfarrhöfen und -heimen können meist nur mit Hilfe ausländischer Partner realisiert werden. Auch da hat die KLB schon mehrmals mitgeholfen, eine Kirche in einem entlegenen Dorf oder ein Pfarrheim zu errichten. Durch die Vermittlung von Messintentionen werden der Lebensunterhalt der Priester in den Landpfarreien unterstützt sowie Reparaturen an Fahrzeugen und kirchlichen Gebäuden ermöglicht. Es ist aber mehr als das: Die Weitergabe von Messstipendien ist ein besonderes Zeichen der Verbundenheit mit den Christen in Afrika.

Prospekt: Auswahl aus der Projektarbeit

Hier wird eine Auswahl aus der Projektarbeit der KLB Augsburg im Jahr 2009 vorgestellt: Erwachsenenalphabetisierung, Kleingewerbeförderung, Kirchbau.

30 Jahre Partnerschaft mit Senegal / Westafrika

"Die Welt bewegen?"

 

Auf 30 Jahre Partnerschaft mit Senegal kann die KLB Augsburg im Herbst zurückblicken. Mit Gästen aus Senegal soll dieses Ereignis gefeiert werden. Am 3. Oktober findet dazu in Oderding ein Fest statt. Weihbischof Dr. Anton Losinger hat zugesagt, den Festgottesdienst zu zelebrieren.

Die Gäste aus Senegal werden dann für rund zwei Wochen in der Diözese Augsburg verweilen, die KLB vor Ort kennenlernen und auch Deutschland erfahren.

 

1999: Paul Wilhelm, Rainer Remmele und A. Gérard in Fadiouth.2003: Josefine Spix und Sr. Denise - Begegnung, die bewegt.2004: Übergabe der KLB Chronik durch Marcus Öfele an Elisabeth Mbengue1994: ob der Solarkocher die richtige Technik für Senegal ist?